Gran Canaria

Gran Canaria

von schwarzer Lava zu weißen Sandstränden

Gran Canaria gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt an der Nordwestküste von Afrika. Im folgenden Post möchte ich die verschiedenen Orte und Sehenswürdigkeiten aufzeigen, sowie Tipps zum Souvenirkauf geben. Außerdem erfährst du wann die beste Reisezeit für die zu Spanien gehörende Insel ist.

Reisezeit und Wetter

Die ideale Reisezeit für Gran Canaria ist so gut wie ganzjährig. Für einen entspannten Strand- und Badeurlaub lohnen sich natürlich am meisten die Sommermonate Mai bis August. In diesen Monaten liegt die Wassertemperatur durchschnittlich bei 20 bis 23 Grad. Die höchsten Temperaturen mit 26 bis 28 Grad Celsius haben die Monaten Juni bis Oktober. Da die Temperaturen der drittgrößten kanarischen Insel selten unter 20 Grad Celsius fallen, ist die Touristenhauptsaison in den etwas kühleren Herbst- und Wintermonaten. In dieser Zeit lohnt es sich besonders die schöne, fast kreisrunde Insel zu erkunden. Doch auch baden bei ungefähren 18 Grad Wassertemperatur kann man dennoch.

Währung

Wie auch in vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Spanien den Euro. Das macht das bezahlen im Urlaub natürlich sehr einfach, denn so fällt das umrechnen und umtauschen des Geldes weg. Das Geld abheben funktioniert nach dem selben Prinzip wie in Deutschland. Am günstigsten ist dies mit der EC-Karte.

Kultur

Durch die Eroberung der Inseln durch die spanische Krone, Ende des 15. Jahrhunderts, breitete sich die spanische Kultur und deren Traditionen auf den Inseln aus. Trotz dessen das Gran Canaria so eine kleine Insel ist, wurde sie von vielen Kulturen geprägt, vor allem von Übersee. Denn nach der Bezwingung der Spanier kamen viele Touristen nach Gran Canaria, einige blieben und brachten ihre eigenen Traditionen mit.

Die Einwohner lieben es Feste zu feiern, da spielt es keine Rolle ob diese einen kulturellen oder religiösen Anlass haben. Langweilig wird es auf der Insel definitiv nicht. Auch international angesehene Festivals sind auf der Insel vertreten, so etwa das Internationale Filmfestival von Las Palmas, das Festival de Musica de Canarias, sowie das Festival de Opera. Verschiedene Veranstaltungen wie das WOMAD und das Festival de Teatro y Danza de Las Palmas de Gran Canaria bereichern das Kulturprogramm.

Auf Gran Canaria wird vorwiegend der katholische Glaube ausgeübt, dies macht sich vor allem durch volkstümliche Festtage wie beispielsweise Ostern bemerkbar.

Souvenirs

Kulinarisches

Gran Canaria bietet tolle außergewöhnliche Mitbringsel aus der kanarischen Küche. Dazu eignet sich super Mojo Picon, eine Soße, bestehend aus Essig, Öl und verschiedenen Gewürzen, die zu vielen Gerichten als Beilage traditionell kalt gereicht wird. Erwerben können sie diese in Fläschchen abgefüllt auf Märkten. Nicht so bekannt, aber weniger scharf, sind auch Mojo rojo, gemacht aus roter Paprika und Mojo verde aus grüner. Sehr zu empfehlen sind auch kleine süße Köstlichkeiten wie Turron, was geschmacklich an türkischen Honig erinnert oder auch das Dessert Bienmesabe. Der aus Arucas stammende Honigrum Ron Miel, eignet sich auch wunderbar als Geschenk oder Erinnerung an den Urlaub.

Für die Einfuhr von Alkohol aus Gran Canaria nach Deutschland gilt bei mehr als 22% nicht mehr als 2L. Außerdem sollte beachtet werden das die Kanaren inklusive Gran Canaria ein steuerrechtliches Sondergebiet ist. Daher solltet ihr darauf achten das ihr auch wirklich nur „Reisemitbringsel“ einführt. Die eben genannten Regeln gelten nur für Deutschland und können in anderen Ländern entsprechend abweichen.

Handgemachtes

Wer auf traditionelle Handwerk steht, wird früher oder später auf Bordado stoßen. Die handgefertigten Stickereien sind auf jeden Markt zu finden. Die beste Qualität bietet jedoch die Stadt Ingenio, da sich dort eine Schule, explizit ausgerichtet für Stickereien befindet. Aber auch typische Keramik Skulpturen, Magnete und andere Dekorationen oder Handtücher, eignen sich als Mitbringsel aus Gran Canaria.

Selbstgesammeltes

Gran Canarias Gewässer und Strände bieten eine Vielzahl an Muscheln und anderem Strandgut. Dabei gilt aber immer: Was noch im Meer schwimmt, wächst oder krabbelt, bleibt auch dort.

Essen & Trinken

Wenn man sich den Speiseplan von Gran Canaria vorstellt denkt man sofort an Paella und Tortilla. Doch diese zwei Gerichte kommen ursprünglich vom spanischen Festland. Was also sind die traditionellen Gerichte der Canarios?

Ein sehr einfaches Gericht, aber dennoch echter Klassiker: Papas Arrugadas. Die wörtliche Übersetzung lautet „Runzelkartoffel“, abgeleitet von Wort arrugas – runzelig und papas für Kartoffeln. Im Gegensatz zum Festland, wo Kartoffeln, patatas heißen. Die Kartoffeln werden in sehr salzigen Wasser gekocht und haben bestenfalls beim servieren eine Salzkruste. Gereicht werden sie mit der oben bereits erwähnten, typischen mojo Sauce.

Für die Meeresfrüchtefans unter euch, zu denen ich nicht gehöre, empfehle ich Lapas. Eine Napfschneckenspeise die ebenfalls mit mojo angerichtet wird. Hier aber mit der grünen mojo verde bei der die grüne Paprika durch Koriander ersetzt wird. Auch Pulpo, Tintenfische in den verschiedensten angerichteten Variationen, sind eine beliebte Speise. So etwa Pulpo Frito bei dem der Tintenfisch einfach nur gebraten wird. Oder Pulpo a la Gallega, gekochter Tintenfisch mit Paprikapulver in Olivenöl und Kartoffeln. Zwar nicht zu den Meeresfrüchten gehörend, aber dennoch aus dem Meer stammend und nicht von der kanarischen Speisekarte weg zu denken , sind Sardinen. Ganz klassisch gegrillt mit Zitrone, ein super leckeres Gericht.

Ein Brunnenkresseeintopf oder auch Sandwich ist weit verbreitet in Fataga. Denn dort gedeiht die Kresse aufgrund der hohen Feuchtigkeit am besten. Der Berros Eintopf ist sehr beliebt unter den Touristen.

Viele Eintöpfe werden auch mit Rucola, genannt „Jaramago“, zubereitet. Vor allem in Tejade, wird der Rucola gern anstatt der Kresse genutzt. Auch Kichererbsen sind ein Grundnahrungsmittel der Canarios. Die Kichererbsen, welche „Garbanzos“ heißen, sind oft in Speisen die zur Mittagszeit serviert werden, enthalten.

Ein Klassiker auf Gran Canaria ist Tinto de Verano, ein Rotwein mit Zitronenlimonade, auch bekannt als kanarische Weinschorle. Sehr lecker ist der Bananenlikör Licor Platano Cobana. Hergestellt wird dieser aus den sehr süßen kanarischen Minibananen. Wie oben bei den Souvenirs erwähnt, darf man auch hier den Ron Miel, einen Honiglikör aus der wunderschönen Stadt Arucas nicht vergessen.

Die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten

Sanddünen von Maspalomas

Die Sanddünen von Maspalomas sind ein wunderschönes Naturschauspiel und in dieser Erscheinung, sonst nirgends in Europa zu finden. Das 404 Hektar große Areal liegt zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas. Bis heute weiß man nicht genau wie die Dünen wirklich entstanden sind. Es gibt zwei Theorien: Die eine besagt das die Dünen durch Erosionen entstanden sind. Die Ostküste und Spitze der Insel wird vor allem im Sommer von starken Passatwinden heimgesucht. Dadurch wurde der Sand dann in das Landesinnere geweht, bis er sich, aufgrund von Wiederstand, zu Sanddünen formte.

Die zweite Theorie esagt das die Dünen durch einen Tsunamie im Jahr 1955, ausgelöst durch ein Erdbeben bei Portugal. Doch egal welche These nun stimmt, Wissenschaftler und Forscher sind sich einig, das die Sanddünen nicht vor 1800 entstanden sind. Doch egal wie sich die Entstehung erklären lässt: niemand kann abstreiten wie einzigartig sie sind!

Ein Spaziergang am Abend durch das Dünenmeer, während man den Sonnenuntergang beobachtet , ist sehr zu empfehlen. Kleiner Tipp: meidet unbedingt ein betreten bei direkter Sonneneinstrahlung, der Sand wird unglaublich heiß. Sobald die Sonne jedoch nicht mehr direkt auf den Sand scheint, kühlt dieser ab, da Sand keine Wärme speichern kann. Für alle Star Wars Fans: ein Cosplayshooting lohnt sich hier sehr und die Dünen bieten die perfekte Kulisse für Tatooine. Bei einem Spaziergang konnte ich damals ein Shooting von einer Frau, verkleidet als Rey beobachten.

Playa del Ingles

Playa del Ingles, an der Südküste Gran Canarias gelegen, ist ein Ortsteil der Gemeinde San Bartolome. Geprägt ist der Ort durch den Tourismus, wodurch die Einwohner auch größenteils ihr Geld verdienen. Gemeinsam mit den zwei weiteren Gemeinden St. Augustin und Meloneras, bilden die drei Orte den Touristenmagneten Maspalomas. Der Strand lädt zum baden und Sonne tanken ein. Die nahe gelegenen Sanddünen erreicht man schnell zu Fuß, wenn man in einem Hotel des Ortes beherbergt ist.

Palmitos Park

Der Palmitos Park ist ein Tierpark und botanischer Garten zu gleich. Etwa zehn Kilometer nördlich von Maspalomas gelegen, erstreckt sich der Park auf etwa 20 Hektar Fläche. Es leben über 2000 Tierarten in dem in 1978 eröffneten Park. 2007 zerstörte eine Brandkatasthrophe etwa 65% des Parks. Seit der Neueröffnung im August 2008 ist er in mehrere Themen unterteilt. Nach der Wiedereröffnung kamen ein Orchideenhaus, Kaktusgarten, sowie ein Schmetterlingsgehege dazu. In mehreren Shows werden die verschidensten Vogelarten gezeigt. Vom Besuch des 2010 errichteten Delfinarios rate ich ab, niemand sollte dies unterstützen.

Vor allem für Kinder ist der Park sehr sehenswert. Die Eintrittspreise befinden bei 31€ pro Erwachsenen und 22€ für jedes Kind. Das Familienticket gibt es für 98€. Der Park ist täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet. Meiner Erfahrung nach schafft man nicht den ganzen Park zu sehen, man sollte sich vorher heraussuchen was man unbedingt anschauen möchte, oder gleich zwei Tage einplanen.

Aqualand Maspalomas

Das Aqualand von Maspalomas ist der größte auf Gran Canaria und liegt südlich der Touristenregion.Der park erstreckt sich auf 5300 Quadratmetern und beinhaltet 33 Wasserrutschen, sowie 13 weitere Attraktionen. Für Familien mit Kindern lohnt sich der Park wirklich sehr. Die Preise liegen bei 32€ für Erwachsene und 23€ für Kinder. Im Gegensatz zu den teilweise negativen Rezensionen, muss ich wirklich sagen das ich den Park nur empfehlen kann. Auch wenn die preise für einige hoch erscheinen mögen, hier kommt die ganze Familie auf ihre Kosten und eure Kinder werden es euch danken. Auch dieser Park hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Aloe Vera Farmen

Eine der interessantesten Touren, ist die zu eine der Aloe Vera Farmen in Fataga oder San Augustin. Bei den Farmen erfährt man alles rund um die Wunderpflanze. Vom Anbau bis hin zur Verarbeitung. Außerdem hat man die Chance nachhaltig die fair produzierten Produkte direkt beim Hersteller zu kaufen.

Berglandschaft

Die Berglandschaft der Insel ist atemberaubend und zeigt einen ganz anderen Charakter als den Rest Gran Canarias. Die Landschaft kann man entweder mit dem Auto abfahren oder per Wanderung erkunden.

Tauchen

Gran Canaria hat eine tolle Unterwasserwelt. Ein Tauchgang oder Kurs lohnt sich hier akllemal, auch wenn der Preis dafür nicht ohne ist.

Teror

Die kleine Gemeinde Teror zählt noch heute zu den ürsprünglichsten Orten Gran Canarias. Das besondere der Kleinstadt sind die einzigartig, künstlerisch gestalteten Balkone, welche an so gut wie jeder Fassade zu finden sind. Wer auf Gran Canaria Urlaub macht, sollte nicht fliegen bevor er nicht durch die Straßen von Teror gelaufen ist.

Artenara

Inmitten des Hochlandes von Gran Canaria liegt die Gemeinde Artenara. Da der Ortskern sich auf 1270 Metern Höhe befindet, ist es das höchstgelegene Dorf auf der kanarischen Insel. Bekannt ist der Ort für seine Höhlenwohnungen, in denen noch immer viele Einwohner des Dorfes leben. Die Wohnungen stammen teilweise noch von den Ureinwohnern, können jedoch hauptsächlich nur von außen besichtigt werden. Eine der ältesten und ursprünglichsten der Höhlenwohnungen wurde zu einem Museum umgestaltet. Dieses kann kostenlos besichtigt werden. Ich rate euch zusätzlich noch bei den Einwohnern zu fragen, einige bieten für eine kleine Spende eine Tour durch ihre Wohnung.

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